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Heiß und trocken war es, und da wird beim Plakatekleben der verkleckerte Kleister schnell zu Pudding. Von dem schneiden sich die Ameisen dann eine Scheibe ab. Hinten raus über den Höfen gibt es Elstern-Schach. Eine neue
Runde beginnt, sobald die schwarz-weißen sich blicken lassen. Große
Aufregung. Auf jedem Schornstein sitzt eine Amsel und zetert. Die Elstern
spazieren inzwischen herum, picken hier, stochern dort, nehmen ein kurzes
Bad in der Regenrinne und verbreiten die Botschaft 'Was, wir? Anderer
Vögel Brut fressen? Wir doch nicht!' Irgendwann verlieren die Amseln
dann an Schwung, außerdem warten hungrige Schnäbel. Eine nach
der anderen fliegt ihr Nest an - und die Elstern haben diese Runde gewonnen. Abends nach Sonnenuntergang ist wieder alles anders. Stille, kein Verkehr,
keine Arbeitsgeräusche, dafür ein Amsel-Solokonzert und die
große Mauersegler-Flugschau. Wenn es ganz dunkel ist und die Lampen
Lichtkreise auf die Blätter der Bäume werfen, sind Mauersegler
und Amseln plötzlich verschwunden. Zehn Minuten ist alles ruhig,
dann tauchen die Fledermäuse auf. Kleiner Abendsegler. Zwei von ihnen
fliegen unseren Hof ab und bis auf Armeslänge an mich heran.
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